Aktualisiert: November 2026

Drei Arten von Vermittlern

Der wichtigste Unterschied ist, wie der Vermittler bezahlt wird: Davon hängt ab, wie stark er sich für Ihre Kandidatur einsetzt.

Executive Search (Retained)Das Unternehmen zahlt ein Honorar für die Suche, meist für Geschäftsleitung und Kaderstellen. Grosse Namen: Egon Zehnder, Korn Ferry, Spencer Stuart.
Vermittlung auf ErfolgsbasisBezahlt wird nur bei einer Anstellung, oft für Fach- und mittlere Kaderstellen. Häufig parallel zu anderen Agenturen.
Spezialisierte BoutiquenKleine Firmen mit einem Fachgebiet, etwa IT in Zürich oder Life Sciences in Basel, mit engen Kontakten zu den Linienverantwortlichen.

Wer bezahlt, und was das für Sie heisst

In der Praxis bezahlt das Unternehmen, meist einen Anteil am ersten Jahreslohn. Der Recruiter vertritt deshalb zuerst den Auftraggeber: Er stellt Kandidaturen vor, die gut passen und schnell zu besetzen sind. Das macht die Zusammenarbeit nicht wertlos, erklärt aber, warum er Ihnen nicht alles sagt.

Seriös oder nicht: die Bewilligung prüfen

Private Arbeitsvermittlung braucht eine Bewilligung des Kantons, für die Vermittlung über die Grenze zusätzlich eine des SECO (Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG). Das SECO führt ein öffentliches Verzeichnis der bewilligten Vermittler. Verlangt eine Agentur von Ihnen Geld im Voraus, ist Vorsicht geboten.

Wann ein Recruiter hilft, und wann nicht

Lohnt sich
  • Stellen, die vertraulich besetzt werden
  • Ein Wechsel in eine Branche, die Sie schlecht kennen
  • Kaderpositionen, die nie öffentlich ausgeschrieben werden
Lohnt sich selten
  • Grosse Unternehmen mit eigenem Recruiting, die direkt besetzen
  • Öffentlich ausgeschriebene Stellen, bei denen Sie die Linie kennen
  • Dieselbe Bewerbung über mehrere Agenturen gleichzeitig

Melden Sie sich bei derselben Stelle nie über zwei Wege: Das Unternehmen muss sonst klären, wem eine Vermittlungsgebühr zusteht, und legt Ihr Dossier im Zweifel zur Seite.

Ein Recruiter liest Ihren Lebenslauf in Sekunden Upreer prüft Ihren Lebenslauf gegen das Inserat und schreibt ihn in dessen Worten um, ohne etwas zu erfinden. ATS-Score kostenlos.
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Selbst Kontakt aufnehmen

Ein vollständiges LinkedIn-Profil mit aktueller Funktion, Branche und Fachbegriffen ist der Weg, über den Headhunter Sie finden. Schreiben Sie selbst an, dann kurz: aktuelle Funktion, gesuchte Stelle und Branche, Zeithorizont. Fragen Sie bei einem Angebot nach dem Unternehmen und der Stelle, bevor Sie Unterlagen schicken: Ein seriöser Recruiter gibt Ihr Dossier nur mit Ihrem Einverständnis weiter.

Alle Wege zur Stelle: Bewerben in der Schweiz.


Häufige Fragen

Muss ich einen Headhunter bezahlen?

In der Praxis nein: Bezahlt wird der Vermittler vom Unternehmen, meist mit einem Anteil am ersten Jahreslohn. Verlangt eine Agentur von Ihnen Geld im Voraus, ist Vorsicht geboten. Prüfen Sie im öffentlichen Verzeichnis des SECO, ob sie eine Bewilligung hat.

Woran erkenne ich einen seriösen Personalvermittler?

An der Bewilligung: Private Arbeitsvermittlung braucht in der Schweiz eine Bewilligung des Kantons, über die Grenze zusätzlich eine des SECO (AVG). Ein seriöser Recruiter nennt Ihnen Unternehmen und Stelle, bevor er Ihr Dossier weitergibt, und tut das nur mit Ihrem Einverständnis.

Soll ich mich über einen Headhunter oder direkt bewerben?

Direkt, wenn die Stelle öffentlich ausgeschrieben ist und das Unternehmen ein eigenes Recruiting hat. Über einen Headhunter, wenn die Stelle vertraulich besetzt wird oder Sie in einer Branche Fuss fassen wollen, die Sie schlecht kennen. Nie über beide Wege für dieselbe Stelle.

Quellen

Bundesgesetz über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih, AVG · SECO, Verzeichnis der bewilligten privaten Arbeitsvermittler